Psychotherapie bei psychosomatischen Beschwerden | 1160 Wien

Psychosomatische Beschwerden:
Wenn sich die Seele über den Körper Ausdruck verleiht

Psychosomatische Beschwerden sind körperliche Symptome, die eng mit seelischen Belastungen, inneren Konflikten oder langanhaltendem Stress verbunden sind. Die Beschwerden sind dabei keineswegs „eingebildet“, sondern werden tatsächlich erlebt und können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Häufig zeigen medizinische Untersuchungen keine ausreichende körperliche Ursache oder die Intensität der Beschwerden lässt sich durch einen körperlichen Befund allein nicht erklären.

Häufige Formen psychosomatischer Beschwerden

Psychosomatische Beschwerden können sich sehr unterschiedlich äußern. Häufige Symptome sind

  • Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen oder Reizdarm,
  • Kopf- und Rückenschmerzen sowie Muskelverspannungen,
  • Herzrasen, Brustenge oder Schwindel,
  • Atembeschwerden,
  • Chronische Erschöpfung und Schlafstörungen,
  • Hautprobleme
  • oder andere anhaltende Schmerzen ohne ausreichende organische Erklärung

Oft treten die Beschwerden in belastenden Lebensphasen auf oder verstärken sich unter Stress. Vielen Betroffenen fällt es schwer, einen Zusammenhang zwischen ihren körperlichen Symptomen und ihrer seelischen Verfassung herzustellen. Gefühle wie Angst, Trauer, Wut oder Überforderung werden häufig unbewusst zurückgehalten und finden ihren Ausdruck über den Körper.

Warum ärztliche Abklärung wichtig ist

Körperliche Beschwerden sollten grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden. Erst wenn mögliche organische Ursachen untersucht wurden, kann gemeinsam betrachtet werden, welchen Einfluss psychische Belastungen auf die Beschwerden haben und wie eine psychotherapeutische Behandlung unterstützend wirken kann.

Wie kann eine psychoanalytisch orientierte Psychotherapie helfen?

In einer psychoanalytisch orientierten Psychotherapie betrachten wir nicht nur das Symptom selbst, sondern versuchen gemeinsam zu verstehen, welche unbewussten seelischen Prozesse hinter den körperlichen Beschwerden stehen. Dabei geht es nicht darum, die Beschwerden als „psychisch verursacht“ abzutun, sondern ihre persönliche Bedeutung zu erkennen.

Gemeinsam erkunden wir Fragen wie

  • Welche Belastungen oder Konflikte begleiten die Beschwerden?
  • Welche Gefühle können vielleicht nur schwer wahrgenommen oder ausgedrückt werden?
  • Gibt es wiederkehrende Beziehungsmuster oder frühe Erfahrungen, die heute noch nachwirken?
  • Welche Funktion könnten die körperlichen Symptome im seelischen Erleben erfüllen?

Körper und Seele besser verstehen

Durch das wachsende Verständnis für diese Zusammenhänge können innere Spannungen allmählich verarbeitet werden. Gefühle müssen nicht länger ausschließlich über den Körper ausgedrückt werden, sondern können zunehmend bewusst wahrgenommen und in Worte gefasst werden. Dies führt häufig zu einer spürbaren Entlastung und kann dazu beitragen, dass die körperlichen Beschwerden nachlassen.

Psychotherapie bietet zudem einen geschützten Raum, in dem belastende Erfahrungen, Ängste und Konflikte verstanden und bearbeitet werden können. Ziel ist es, die Verbindung zwischen Körper und Seele besser wahrzunehmen, neue Möglichkeiten im Umgang mit Belastungen zu entwickeln und die eigene Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

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